Hamburg ist flach. Das klingt banal, macht aber einen echten Unterschied: Wer hier Rad fährt, kämpft nicht gegen Steigungen, sondern gegen Wind und mitunter gegen den Regen, der in der Hansestadt öfter vorbeischaut als anderswo im Norden. Das Fahrrad ist in der Stadt kein Nischentransportmittel – auf vielen Strecken schlicht die schnellere Option gegenüber Bus und Bahn.
Das Publikum ist entsprechend gemischt. Pendler, die täglich zwischen Wohnquartier und Innenstadt unterwegs sind. Familien, die mit Lastenrad oder Kinderanhänger einkaufen fahren. Studierende, die günstig und zuverlässig von A nach B wollen. Daneben gibt es eine aktive Gruppe von Touren- und Rennradfahrern, die die Umgebung Hamburgs – flaches Umland, Elberadweg, Richtung Schleswig-Holstein – für längere Ausfahrten nutzen.
Die Händlerdichte ist solide. 143 Geschäfte für eine Stadt dieser Größe bedeutet, dass du in den meisten Stadtteilen nicht weit fahren musst. Auffällig: 134 der Läden betreiben eine eigene Werkstatt. Das ist ein hoher Anteil und deutet darauf hin, dass Reparatur und Wartung hier zum Kerngeschäft gehören – nicht nur der Neuverkauf. 48 Händler haben zusätzlich einen Online-Shop, falls du vorab recherchieren oder bestellen willst.
Bei den Marken zeigt sich ein breites Spektrum. GT taucht bei 61 Händlern auf – eine Marke mit Wurzeln im Sport- und MTB-Bereich. Diamant (29) und Gazelle (23) stehen eher für solide Alltagsräder, Kalkhoff (21) und Hercules (20) bedienen ähnliches Terrain, oft mit E-Bike-Modellen. Puky (21) richtet sich an Kinder und junge Fahrer. Stevens (20) ist eine Hamburger Hausmarke und im Renn- und Tourenrad-Bereich zu Hause. Riese & Müller (20) schließlich steht für E-Bikes im oberen Preissegment. Insgesamt ist das Angebot breit genug, um vom Kinderrad bis zum Cargo-E-Bike fündig zu werden.