Berlin ist flach. Das klingt banal, macht aber einen echten Unterschied: Wer hier Rad fährt, tut das nicht trotz der Topografie, sondern einfach so. Die Stadt ist groß, die Wege sind lang, und das Fahrrad ist für viele keine Freizeitoption, sondern das naheliegendste Verkehrsmittel. Dass Berlin gleichzeitig eine der am stärksten befahrenen und eine der am stärksten bestrittenen Fahrradstädte Deutschlands ist – Stichwort Radwegausbau, Konflikte im Straßenverkehr – gehört zur Realität dazu.
Wer in Berlin Rad fährt, ist selten nur eine Sorte Mensch. Pendler, die täglich Kilometer machen. Studierende mit gebrauchten Stadträdern. Familien, die Lastenräder oder Kinderräder suchen. Und ein wachsender Anteil Leute, die ernsthaft Sport machen oder zumindest ambitioniert unterwegs sind. Die Stadt hat kein Gebirge im Rücken, aber Umland, Seen und Radtouren ins Brandenburgische – das zieht auch Tourenfahrer an.
232 der 267 Geschäfte haben eine eigene Werkstatt. Das ist eine hohe Quote und bedeutet: Du hast gute Chancen, nicht nur ein Rad zu kaufen, sondern es auch vor Ort warten oder reparieren zu lassen. 84 Händler betreiben zusätzlich einen Online-Shop – praktisch, wenn du erst online schauen willst, bevor du hineingehst.
Bei den Marken fällt GT mit 118 Händlern deutlich heraus – eine Marke, die vom Alltags- bis zum Sportrad reicht. Diamant (50) steht eher für solide Alltagsräder mit langer Tradition, Fahrradmanufaktur (40) für handgemachtes Segment. Giant (35), Trek (29) und Cannondale (29) bedienen den sportlicheren Bereich. Puky (30) zeigt, dass auch Kinderräder gut vertreten sind. Focus (30) ergänzt das Sportspektrum. Insgesamt: eine breite Abdeckung vom Kinderrad bis zum Rennrad, mit Schwerpunkt auf alltagstauglichen und sportlichen Rädern für Erwachsene.