Düsseldorf ist keine ausgewiesene Fahrradstadt, aber auch keine, die das Rad ignoriert. Die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens hat in den letzten Jahren Radinfrastruktur ausgebaut, ohne dass man sagen könnte, das Alltagsradeln gehört hier schon zur Selbstverständlichkeit wie etwa in Münster. Viele Düsseldorfer nutzen das Fahrrad als Ergänzung zum ÖPNV – nicht als Ersatz fürs Auto.
Das Stadtbild bestimmt, was sinnvoll ist. Düsseldorf ist weitgehend flach, was Cityräder und Alltagsbikes ohne Motorunterstützung praktikabel macht. Wer aber längere Strecken pendelt, ins Umland fährt oder mit Gepäck unterwegs ist, greift zunehmend zum E-Bike – der Trend ist auch hier unübersehbar. Lastenräder wie die von Urban Arrow, die 8 Händler im Verzeichnis führen, passen gut zur Stadtfamilie, die den Zweitwagen loswerden will. Für Sportler mit Ambitionen Richtung Bergisches Land lohnt sich ein Blick auf Trekkingräder oder Hardtails.
Im Verzeichnis sind 50 Fahrradgeschäfte gelistet. 41 davon betreiben eine eigene Werkstatt – ein guter Wert, wenn du nicht nur kaufen, sondern dein Rad auch langfristig instandhalten willst. Am stärksten vertreten ist GT mit 27 Händlern, gefolgt von Gazelle (14) und Puky (11). Brompton und Scott sind je bei 10 Händlern zu finden, Diamant und Kalkhoff je bei 9. Diese Markenverteilung spiegelt eine breite Zielgruppe wider: vom Kinderrad über den urbanen Alltagsroller bis zum Sportbike.
Ein lokaler Händler kann mehr leisten als ein Online-Shop. Er sieht, wie du sitzt, kennt die Strecken in der Umgebung und kann das Rad vor der Übergabe einstellen. Gerade bei höherpreisigen Rädern oder E-Bikes, wo Akku, Antrieb und Geometrie zusammenpassen müssen, ist eine Probefahrt vor Ort keine Kür – sie ist der vernünftige Weg. Mit 41 Werkstätten in der Stadt hast du zudem Anlaufstellen, wenn nach dem Kauf etwas angepasst werden muss.