MTB ist das Kerngeschäft von Ghost. Das Sortiment reicht von Hardtails für Einsteiger bis zu vollgefederten Trail- und Enduro-Rädern im mittleren bis oberen Preissegment. Daneben hat Ghost das E-Bike-Angebot in den letzten Jahren deutlich ausgebaut – sowohl im Offroad-Bereich als auch mit City- und Trekkingmodellen für den Alltag. Rennräder spielen keine nennenswerte Rolle. Wer ein sportliches Gravelbike oder ein klassisches Rennrad sucht, ist bei Ghost falsch.
Besonders klar positioniert sich Ghost bei den Mountainbikes. Die Hardtail-Modelle der Kato-Linie richten sich an Fahrer, die ein geländetaugliches Rad ohne Full-Suspension-Budget suchen. Im Fully-Bereich setzt Ghost auf eigene Rahmengeometrien mit modernen Kennwerten – kurze Kettenstreben, flache Lenkwinkel –, die in der Praxis vor allem auf Trails und nicht auf der Rennstrecke Sinn ergeben. Bei den E-MTBs kommen Motoren von Bosch und Shimano zum Einsatz, je nach Modell und Preisklasse. Der Einstieg ins E-MTB-Segment liegt bei Ghost in einem Bereich, der für geübte Käufer kalkulierbar ist, ohne sofort im Oberklasse-Segment zu landen.
Ghost ist eine deutsche Marke und hat ihren Ursprung in Bayern. Heute gehört das Unternehmen zum Accell-Konzern, einem niederländischen Fahrradkonzern, der auch andere bekannte Marken wie Batavus und Raleigh unter seinem Dach führt. Produziert werden die Räder – wie bei fast allen Marken dieses Segments üblich – überwiegend in Asien, mit Montage und Qualitätskontrolle in Europa.
In Deutschland führen 646 Händler Ghost-Räder im Sortiment, 613 davon mit eigener Werkstatt. Das ist eine solide Abdeckung, die auch Garantiefälle und Wartung vor Ort realistisch macht. Besonders gut vertreten ist die Marke in Berlin mit 17 Händlern, gefolgt von München mit 12 sowie Hamburg und Dresden mit je 9. Köln kommt auf 6, Frankfurt am Main auf 5 Adressen. In den meisten mittelgroßen Städten wirst du mindestens einen Fachhändler in der Nähe finden.