Centurion kommt aus Straubing in Bayern. Die Marke gehört zur ZEG, der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft, dem größten Fahrrad-Einkaufsverbund in Europa. Das erklärt einiges: Centurion ist kein kleines Enthusiasten-Label, sondern ein Volumenanbieter mit genossenschaftlichem Rückhalt – und damit strukturell anders aufgestellt als etwa Trek oder Specialized, die eigene Vertriebsstrukturen betreiben.
Das Sortiment dreht sich heute vor allem um Trekkingräder und E-Bikes im urbanen und touristischen Segment. Wer ein solides Alltagsrad für Pendeln oder mehrtägige Radtouren sucht, ist in der Centurion-Welt richtig. Dazu kommt ein E-MTB-Bereich, der in den letzten Jahren gewachsen ist. Die Antriebe kommen von Bosch – das ist keine Besonderheit mehr, aber bei dieser Marke Standard auch im mittleren Preissegment, nicht nur oben.
Preislich bewegt sich Centurion überwiegend zwischen 1.000 und 4.500 Euro. Das ist Mittelklasse mit Ausflügen nach oben, kein Einstiegsmarkt und kein Exklusiv-Segment. Wer Cube, Bulls oder Stevens kennt, weiß wo Centurion steht: ähnliche Zielgruppe, ähnliche Preislagen, ähnlicher Händlervertrieb. Der Unterschied liegt weniger in der Technik als im Stil und im Händlernetz – Centurion ist stärker in Bayern und Süddeutschland verwurzelt, auch wenn die Marke national präsent ist.
Mit 479 Händlern in Deutschland ist die Abdeckung gut. 456 davon haben eine eigene Werkstatt – das ist bei einer Marke wie Centurion relevant, weil Trekkingräder und E-Bikes regelmäßige Wartung brauchen: Bremsen, Schaltung, Akkupflege, Software-Updates bei den Bosch-Systemen. Den lokalen Händler zu kennen zahlt sich aus, besonders wenn du viel fährst. München, Berlin und Hamburg haben mit 12, 10 und 8 Händlern die dichteste Abdeckung – in ländlicheren Regionen lohnt der Blick ins Verzeichnis, um unnötige Wege zu sparen.